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Weitere Kinder in Dresden warten auf Gebärdensprachdolmetscher

Magdalena Stenzel von der Petition „Gebärdensprache umsetzen! Bilingual – bimodal – endlich normal!* schreibt: Die beiden Kinder Luis und Lilly (siehe Bericht vom 09.09.2019) hatten geklagt und bekommen für einen Teil der Unterrichtsstunden nun Gebärdensprachdolmetscher – leider bleiben 12 bzw. 11 Schulstunden wöchentlich offen und ohne verständliche Sprache für die Kinder. Denn dann sprechen die Lehrer weiterhin vorwiegend in der deutschen Lautsprache. Dennoch – sie sind die ersten gehörlosen Kinder, die in der Dresdner Gehörlosenschule, dem sogenannten „Förderzentrum Hören“, einige Stunden barrierefreien Unterricht genießen dürfen. Andere Kinder der Dresdner Elterninitiative ringen noch um Erfolg! Besonders hart trifft das die Erstklässler – bei ihnen geht es jetzt um die Grundlagen für ihre gesamte Bildungslaufbahn. Die Eltern hatten bereits Anfang des Jahres Kontakte zu den Ämtern aufgenommen und um Unterricht in Gebärdensprache gerungen. Nun läuft das Schuljahr seit 5 Wochen – ohne dass die gehörlosen ABC-Schützen in ihrer Muttersprache, der Deutschen Gebärdensprache, unterrichtet werden. Verständinisprobleme – Lesenwert Die Süddeutsche Zeitung griff kürzlich die Petition „Gebärdensprache umsetzen!“ auf und berichtet über den Mangel an Gebärdensprache im deutschen Bildungssystem in Sachsen und in Bayern. Der Artikel: www.sueddeutsche.de/politik/inklusion-verstaendnisprobleme-1.4599721 .